Schwarzwald - alles Torte oder was?

Gastbeitrag. Naschkatzen aufgepasst! - jetzt bringe ich etwas frischen Wind in diesen Blog. Um genau zu sein, ist es nicht bloß irgendein Wind, sondern eine bombastische Duftwolke, die geradewegs aus dem Ofen in eure Nasen weht.

Achja, da hätte ich doch fast vergessen mich vorzustellen. Ich heiße Jessie und veröffentliche regelmäßig Rezepte auf meinem Blog Krümmelchaos. Backen ist eine meiner größten Leidenschaften und, um gegen das Rezeptewirrwarr auf meinem Schreibtisch anzukommen, habe ich im März angefangen zu bloggen. Vor kurzem wurde ich gefragt, ob ich nicht hier mal einen Beitrag veröffentlichen möchte und das Ergebnis meiner Antwort lest ihr ja gerade.

Letzten Sonntag war bereits der erste Advent - wahnsinn, wie die Zeit vergeht. Aber das ist ja auch ganz gut so. Adventszeit ist nämlich Backzeit! Genau, jetzt ist mal selbst backen angesagt. Bis jetzt wurdet ihr hier ja lediglich mit Restaurantempfehlungen versorgt, aber nun könnt ihr euch selbst einmal die Backschürze anziehen.

Selbst zu backen ist doch viel schöner, als in einen Laden zu gehen, diverse Packungen von jeglichem Gebäck in den Einkaufswagen zu packen und es Zuhause zu verschlingen. Bei maschinell gefertigten Backwaren fehlt definitiv eine gehörige Portion Liebe bei der Zubereitung. Es macht einfach Spaß verschiedene Zutaten nach seinem eigenen Geschmack miteinander zu kombinieren und wenig später das köstliche Ergebnis schmecken zu können. Außerdem verpasst man den wunderbaren Duft, wenn die Plätzchen im Ofen sind. Nicht zu vergessen die lustigen Sachen, die während der Teigherstellung passieren können.

Ein solches Ereignis möchte ich euch jetzt mal als Beispiel geben: Letzten Monat war ich ganz gewöhnlich am Backen. Der Mixer stand bereit. Zucker und Margarine warteten in der Rührschüssel auf das erste Ei. Wie immer ging ich zum Kühlschrank, nahm ein Ei oben aus dem Fach und schlug es auf. Aber irgendwas war anders als sonst. Tja, seht euch das Foto an.. Mehr schreibe ich dazu nicht mehr, bloß noch, dass ich erst einmal lauthals lachen musste bevor ich mir ein wirklich ungekochtes Ei nahm. Normalerweise lagern die gekochten Eier weiter unten in einer seperaten Packung..


Jetzt will ich euch nicht weiter langweilen, sondern euch endlich ein ganz leckeres Rezept vorschlagen. Und wer weiß, vielleicht backt ihr es ja wirklich nach und euch passiert etwas ähnlich witziges beim Backen.


Hier mein Rezept für Schwarzwälder Kirsch-Plätzchen:

  • 300g Mehl

  • 1/2 TL Backpulver

  • 3 EL Backkakao

  • 100g Zucker

  • 1 Ei

  • 3 EL Kirschwasser

  • 120g Margarine

  • 200g weiße Kuvertüre

  • 100g weiche Butter

  • 100g Kirschkonfitüre

  • 2 EL Kirschwasser


Das Mehl mit dem Backpulver, dem Kakao, Zucker, Ei, Margarine und 3 EL Kirschwasser zu einem Teig verkneten. Diesen Teig in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens zwei Stunden im Kühlschrank lagern.


Etwas Mehl auf die Arbeitsfläche sieben und den Teig gut mit den Händen durchkneten. Anschließend nochmal etwas Mehl auf den Tisch sieben und den Teig ausrollen, sodass er noch etwa 3 mm dick ist. Nun Sterne ausstechen und auf mit Backpapier ausgelegte Bleche legen. Die Teigreste immer wieder verkneten, erneut ausrollen und weitere Sterne ausstechen bis der komplette Teig aufgebraucht ist.

Wer mag kann verschiedene Größen ausstechen und später kombinieren. Um Rahmen anzufertigen, die kleineren Sterne erst auf dem Blech ausstechen und entfernen. Andernfalls verzieht sich der Teig sehr leicht, wenn man ihn von der Arbeitsfläche auf das Blech legt.

Die Sterne bei 160°C Umluft etwa 13 Minuten backen.

200g Kuvertüre hacken und im Wasserbad schmelzen. Die weiche Butter in der Zeit schaumig schlagen. Anschließend die geschmolzene Kuvertüre hinzu geben und alles gut verrühren.


Nun die Kuvertüre in einen Spritzbeutel (oder bei einem Gefrierbeutel einfach eine Ecke abschneiden) geben. Dafür am besten einen Beutel in ein Glas stülpen. Die Masse muss nun abkühlen. Nach etwa 10-15 Minuten im Kühlschrank kann man sie weiter verarbeiten.

Die Konfitüre gegebenenfalls erhitzen, damit sie geschmeidiger wird und das Kirschwasser unterrühren.

Mit der Kuvertüre die Ränder der Hälfte der Sterne nachspritzen. In die Mitte etwas Konfitüre geben (entweder mit einem Spritzbeutel oder einem Teelöffel). Anschließend jeweils einen Stern darauf legen. Die oberen Plätzchen könnt ihr nun auch noch verzieren.



Ich habe drei unterschiedliche Sterngrößen gebacken und konnte sie so außerdem zu kleinen hübschen Tannenbäumchen stapeln.



Das liest sich jetzt vielleicht nach viel Arbeit. Es ist tatsächlich ein etwas zeitaufwändiges Rezept. Aber die Mühe lohnt sich, denn sie schmecken einfach herrlich! Nikolaus steht vor der Tür und für seine Liebsten nimmt man etwas Aufwand doch gern in Kauf. Wer auf der Suche nach simpleren, aber trotzdem richtig leckeren Rezepten ist, der ist herzlichst eingeladen ein bisschen auf meinem Blog zu stöbern.

Ansonsten bin ich mir sicher, dass wir hier in Zukunft noch viele weitere wertvolle Tipps für tolle Restaurants finden werden, wenn wir nicht gerade von einem spannenden Bericht über eine interessante Reise gepackt wurden.

Eventuell inspirieren euch die Schwarzwälder Kirsch-Plätzchen ja auch zu einem Trip in den Schwarzwald?

In diesem Sinne bedanke ich mich ganz lieb, dass ich hier meiner Schreiblust freien Lauf lassen durfte und freue mich ganz besonders, dass du wirklich alles gelesen hast! :) Wer weiß, vielleicht treffen wir uns ja in meinem ganz bald wieder.

Ganz, ganz liebe Grüße
Jessie

Ein Gastbeitrag von Jessie von Krümmelchaos.